Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour

Genieß diese legendäre Route – mit endlosen Kurven, beeindruckenden Landschaften, Stopps zum Schlemmen der besten regionalen Küche und Übernachtungen in charmanten Unterkünften. Spür den Toro-Biker-Spirit in jedem Kilometer und teile deine Leidenschaft mit anderen Motorradfans. Warte nicht länger – sicher dir deinen Platz!

Start - Ziel Valencia - Valencia
Länder Andorra, Frankreich, Spanien
Dauer 12 Tage / 11 Nächte
Distanz 2,972 kms
Maximale Motorräder 10
Ab 1,799 €

Tourbeschreibung

Hallo, ich bin Rafa Payá, Biker und der Kopf hinter der Planung und Gestaltung der Toro Biker-Routen. Und das Erste, was ich dir gestehen muss: Die „Transpyrenäen-Route“ gibt es so eigentlich gar nicht.

Richtig gelesen – wenn du mal im Internet suchst, merkst du schnell, dass jeder diese Tour irgendwie anders fährt, so wie er gerade Lust hat. Es stimmt aber, dass fast alle Versionen drei Dinge gemeinsam haben:

  1. Sie starten irgendwo an der Nordküste Kataloniens.

  2. Sie schlängeln sich durch die Pyrenäen und springen dabei immer wieder über die Grenze zwischen Spanien und Frankreich – daher auch der Name.

  3. Sie enden am Kantabrischen Meer, meistens in Hondarribia im Baskenland.

Abgesehen davon verläuft jede Tour anders – durch unterschiedliche Dörfer entlang der Strecke, über spanische „Puertos“ und französische „Cols“, und sie übernachten dort, wo die Tageskilometer sie eben hinführen.

Mit diesen Grundlagen im Hinterkopf hab ich mich drangesetzt und die Tour so geplant, wie wir bei Toro Biker am liebsten reisen: gut ausgearbeitete Routen, um Motorrad und Landschaft voll zu genießen, geplante Stopps für kulinarische Highlights und Übernachtungen an Orten, wo es wirklich was zu entdecken gibt. Motorrad – Gastronomie – Kultur, das sind unsere drei Grundpfeiler.

Startpunkt ist Valencia, und von dort hab ich diese geführte Motorradtour auf die Beine gestellt. Jetzt erklär ich dir Tag für Tag, was dich erwartet. Bist du dabei?

Wichtige Informationen

Gelände: Die gesamte Strecke verläuft auf asphaltierten Straßen Motorradoptionen: Persönlich oder Mietmotorrad. Sieh dir die verfügbaren Mietmotorräder an, und wenn du dein Traum-Bike nicht findest, frag uns einfach – wir machen deinen Traum wahr! Ausrüstung zum Fahren inklusive: Helme, Jacken und Handschuhe Inklusive: Alle Frühstücke

Highlights

Legendäre Kurven an den Pässen Tourmalet und Aubisque. Pyrenäenüberquerung durch wilde Landschaften und charmante Dörfer. Fahrt durch den ikonischen Irati-Wald – ein wahres Naturheiligtum. Morella und Sort: Berge, Geschichte und echtes Biker-Feeling. Mediterranes Finale in El Palmar mit Paella am Meer. Entspannungstag im Wellness-Resort im Herzen von Andorra.

Kleidung

Toro Biker stellt dir einen Helm, eine Jacke und Handschuhe zur Verfügung. Erscheine immer mit langen Hosen und geschlossenen Schuhen, vorzugsweise Stiefeln. Flip-Flops und Sneakers? Nicht die beste Wahl. Wenn es darum geht, sich dem Wetter anzupassen, packe je nach Saison und wie viel Kälte du vertragen kannst. Unser Rat? Bring extra Schichten mit – du kannst immer etwas ausziehen, wenn dir zu heiß wird. Es ist viel besser, etwas warm zu sein und ein Wenn du dein eigenes Equipment mitbringst, stelle sicher, dass es in gutem Zustand ist, bevor du auf die Straße gehst.

Notizen

Reiseversicherungsinformationen: Es ist unerlässlich, eine Krankenversicherung zu haben, die diese Art von Aktivität, Personenschäden, medizinische Kosten und Rückführung abdeckt. Wenn Sie keine haben, kann Toro Biker Ihnen b Routen und Aktivitäten können je nach Jahreszeit, Wetterbedingungen oder Straßenzustand variieren. Wenn die Route abgesagt wird, bietet Toro Biker Alternativen an, um das Abenteuer fortzusetzen. Wir behalten uns das Recht vor, jede Person von der Route auszuschließen, wenn ihr Verhalten oder Zustand ihre eigene Sicherheit oder die der Gruppe gefährdet. Die Unterkünfte können je nach Verfügbarkeit zum Buchungszeitpunkt geändert werden

Schwierigkeitsgrad

EXPERTE
Exclusivo para motociclistas expertos

Tourverlauf

1

Abfahrtsort- Valencia

Startpunkt Valencia
50 km 00:00:00
Ziel Valencia
Día 1
Wie bei allen organisierten Motorradreisen dient der erste Tag dazu, dass wir uns alle am Startpunkt treffen: Valencia. Plan am besten so, dass du gegen Mittag in der Hauptstadt des Turia ankommst. Falls du mit dem Flugzeug, Zug, Bus oder Mietwagen anreist, sag uns einfach, wo und wann du ankommst, und wir holen dich ab und bringen dich ins Hotel, wo wir die erste Nacht verbringen. Wenn du mit deinem eigenen Bike kommst, bekommst du von uns die Hoteldaten und wir empfangen dich dort direkt an der Rezeption. Sobald alle da sind, fahren wir zusammen ins Toro Biker Büro nach Paterna. Dort verteilen wir Jacken, Helme und Handschuhe und machen das Sicherheitsbriefing, wo wir dir genau erklären, wie die Touren ablaufen. Nach dem Briefing und wenn alle ausgerüstet sind, holen wir die Bikes für diejenigen ab, die eins gemietet haben. Wenn du dein eigenes dabei hast, komm einfach mit – das ist ein cooler Moment und macht auch Spaß, wenn man nur zuschaut... die Zeit vergeht da echt wie im Flug! Jetzt wo wir alle fertig sind, schwingen wir uns aufs Bike und machen eine kleine Tour, um ein paar von Valencias bekanntesten Orten zu besuchen. Zum Beispiel die Torres de Serrano, eines der zwei alten Stadttore, die erhalten geblieben sind, weil sie von 1586 bis Ende des 19. Jahrhunderts als Gefängnis für Adelige und Ritter genutzt wurden. Dadurch hat man sie nicht abgerissen, als die restliche Stadtmauer fiel. Kleines Funfact: Während des Spanischen Bürgerkriegs hat man hier Kunstwerke aus dem Prado untergebracht und mit Beton, Reisschichten und Sandsäcken geschützt. Vom Knast zur Kunstgalerie – ziemlich vielseitig, oder? Danach machen wir einen Zeitsprung und knipsen ein paar Fotos an der Ciudad de las Artes y las Ciencias. Ehrlich gesagt hat für mich das Äußere mehr Wert als das Innere. Allein die Architektur zu bestaunen, wo man Santiago Calatrava schon fast heldenhaft loben muss, ist ein visuelles Highlight. Wahrscheinlich hast du eh schon etliche Fotos gesehen (falls nicht, solltest du das echt mal googeln). Vielleicht kennst du’s sogar aus Filmen wie Tomorrowland mit George Clooney oder Serien wie Doctor Who (Staffel 10, Folge 2 „Smile“ von 2017), wo Szenen dort gedreht wurden – inklusive einer ikonischen Szene mit der Telefonzelle. Wenn wir noch Zeit haben, cruisen wir weiter zum mindestens genauso berühmten Playa de la Malvarrosa, dem Hotspot für Freizeit und Party in Valencia und absoluter Stolz unseres mediterranen Lebensgefühls. Und wenn wir schon mal hier sind, ist klar, dass wir hier auch essen. Es gibt massig Restaurants, aber... ich verrate dir was: Ich hab da meinen Lieblingsladen unter all den guten, und wenn ich’s schaffe zu reservieren – gar nicht so einfach – essen wir dort. Die Küche ist kreativ und die Location echt einmalig, umringt von ein paar hundertjährigen Ficus-Bäumen, die nachts richtig zur Geltung kommen. Ein Fest für alle Sinne! Nach dem Essen geht’s zurück ins Hotel zum Ausruhen – morgen startet unsere Tour! Gute Nacht und herzlich willkommen!
2

Valencia - Cambrils

Startpunkt Valencia
439 km 08:00:00
Ziel Cambrils
Día 2
Nach dem Frühstück und nachdem wir die Bikes gepackt haben, gib einfach deine Reisetaschen unserem Toro Biker Kollegen, der bringt sie sicher ins Büro. Denk dran, nur das einzupacken, was du wirklich für die Tour brauchst — deine Koffer warten am Ende der Route wieder im Hotel in Valencia auf dich. Heute fahren wir nach Cambrils. Klar, wir könnten locker gemütlich die Küstenstraße hochbummeln, aber mal ehrlich: Wo bleibt da der Spaß für uns Biker? Diese Straßen sind meiner Meinung nach nicht mehr als eine langweilige Strecke voller Verkehr, LKWs, noch mehr LKWs und außer dem Meer rechts von dir gibt’s nicht viel zu sehen. Ganz sicher nix für uns — wir nehmen die Route durchs Landesinnere! Wir starten direkt vom Hotel Richtung Ademúz. Unser Hotel haben wir genau wegen seiner genialen Lage ausgesucht — du fährst direkt raus, ohne erst den nervigen Stadtverkehr ertragen zu müssen. Also vom Hotel ab auf die dreispurige Autobahn, wo du das erste Mal so richtig das Gefühl von „offener Straße“ mit deiner Maschine genießen kannst. Nach und nach steigert sich die Route dann, was den Fahrspaß und auch den Anspruch angeht, schön gleichmäßig, sodass du alle Stärken deiner treuen Reisebegleiterin entdecken kannst. Klar, der Guide dosiert das Tempo, passt alles an deine Eingewöhnung auf der Maschine und die Linien jeder Kurve an, und gibt damit den Takt vor, damit die Sicherheit der Gruppe immer garantiert ist. Das zieht sich übrigens durch die ganze Reise. Ich kann dir versprechen: Wir werden richtig Spaß haben auf dem Streckenverlauf, den ich da ausgeknobelt hab. Und dazu gibt’s noch Landschaften zum Niederknien — manchmal glaubt man echt kaum, dass wir nur 60-70 Kilometer von Valencia weg sind. Fast schon ein bisschen magisch. Mittags halten wir irgendwo an und genießen die lokalen Spezialitäten aus den Dörfern im Inneren der Region of Valencia. Danach cruisen wir weiter und fahren unter anderem durch die Sierras de Cardó-El Boix, ein mega beeindruckendes Vorgebirge der Pyrenäen in den Terres de l’Ebre (Tarragona, Katalonien), rund um den Bajo Ebro. Das Gebiet ist übrigens ein strategischer Punkt für ziehende Greifvögel: Schlangenadler, Schwarzmilan, Wanderfalke, Steinadler oder die Cuabarrada (kannte ich vorher auch nicht, hab ich gegoogelt — wunderschön), die übers Massiv kreisen und uns quasi auf der Tour begleiten. Ein echtes Naturspektakel! Aber bitte, genieß das Ganze ohne die Straße aus den Augen zu verlieren — hier laufen nämlich gern mal Vierbeiner rum, und es ist gar nicht so selten, dass die mitten auf der Straße stehen bleiben, um „Hallo“ zu sagen… oder dir je nach Situation einen kleinen Schrecken einzujagen. Also echt, bitte sei da besonders vorsichtig. Wir planen, am Nachmittag in Cambrils anzukommen, mit genug Zeit, um uns frisch zu machen und die neun Kilometer goldenen Sandstrand zu genießen. Keine Sorge — wir müssen die nicht alle zu Fuß ablaufen. Glaubst du echt, es ist Zufall, dass wir in der sogenannten „Gastro-Hauptstadt der Costa Dorada“ stoppen? Wenn ja, dann hast du noch einiges zu lernen darüber, wie wir bei Toro Biker reisen. Cambrils ist bekannt für seine Fischküche und hat über 150 Restaurants (einige davon sogar mit Michelin-Sternen). Wenn wir uns also mal so richtig was gönnen wollen, sind wir hier definitiv goldrichtig. Die berühmte Gastronomie hier basiert auf frischen lokalen Zutaten und traditionellen Gerichten wie Fideuà oder Suquet de Peix. Ich persönlich würd zum Abendessen eher das Suquet nehmen — aber hey, jeder soll essen, worauf er Bock hat! Nach dem Essen geht’s dann gemütlich zurück ins Hotel, das ich übrigens extra mit Blick auf das perfekte Verhältnis zwischen Komfort und Preis ausgesucht hab. Und dann schlafen wir ein, eingelullt vom Rauschen des Meeres. Gute Nacht!
3

Cambrils - Roses

Startpunkt Cambrils
330 km 08:00:00
Ziel Roses
Día 3
Der Wecker klingelt, wir stehen auf, machen uns frisch und gehen frühstücken. Danach steigen wir wieder auf die Bikes und nehmen Kurs auf Roses — den nördlichsten Punkt des Mittelmeers, wo wir übernachten, bevor’s am nächsten Tag westwärts in die Pyrenäen geht. Auch heute lassen wir die Strecke direkt am Mittelmeer links liegen. Die ist nämlich eigentlich nur ein Dorf-hoppender Zubringer ohne jeden Reiz fürs Motorradfahren. Wir fahren lieber durchs Landesinnere und genießen eine Straße, die zwar auch recht stark befahren ist (weil sie eine der Hauptverbindungen vom Süden Spaniens nach Andorra ist), uns aber trotzdem eine tolle Mischung aus gemütlichen Nationalstraßen und Abstechern über Nebenstraßen beschert, zum Beispiel durchs Alta Garrotxa-Gebirge. Schon der Name sagt uns, was uns erwartet: „Garrotxa“ heißt nämlich „rauhe, schwer zugängliche Erde“. Es erwarten dich tiefe Täler, gesäumt von spektakulären, hohen Kalksteinwänden. Mach dich bereit für ein Fest für die Augen. Ein Stopp ist hier Pflicht, um die lokalen Leckereien zu probieren. Dazu gehören — ganz klar — eines meiner Lieblingsgerichte: Schnecken, in den verschiedensten Varianten zubereitet. Ich geb’s zu: Ich mag sie alle. Wenn das aber nichts für dich ist, keine Sorge — hier gibt’s eine ganze Berg- und Landküchentradition mit deftigen Gerichten, perfekt angepasst ans kühle Klima. Typisch sind die „Cocas de recapte“ (eine Art flacher Brotteig, wie eine rustikale Pizza, belegt mit lokalen Produkten, meist geröstetem Gemüse und Wurst), hausgemachte Würste (Longaniza, Bull, Secallona) und im Herbst dreht sich hier alles ums Pilzesammeln (Rovellons, Llenegues, Ceps), Grundlage für Eintöpfe und Reisgerichte. Hungrig bleibst du hier garantiert nicht. Nach dem Essen fahren wir direkt weiter nach Portlligat, um das zu genießen, was ich mal ein „immaterielles Gut“ nenne: das Licht an diesem ganz bestimmten Punkt des Mittelmeers. Wir besuchen das Hausmuseum von Dalí und wenn du auch nur ein bisschen offen bist, merkst du sofort, dass dieser Surrealismus-Genie nichts dem Zufall überlassen hat. Die Lage des Hauses direkt am Meer — ganz unabhängig von all den Kunstwerken darin — ist schon für sich ein Wahnsinn. Wenn dann am Abend die Sonne im Mittelmeer versinkt, verwandelt das Licht den Ort in ein echtes Märchen. Ja, so etwas Alltägliches wie Sonnenlicht, das wir jeden Tag sehen, scheinbar banal, wird hier zu purer Magie. Falls du das noch nie erlebt hast: Unbedingt auf deine „Bucket-List“ schreiben — ein Wochenende in Portlligat verbringen. Wenn du willst, geb ich dir den Tipp fürs Apart-Hotel, wo ich immer mit meiner Frau oder Familie bin. Zum Abendessen geht’s zurück nach Roses, wir checken im liebevoll ausgesuchten Hotel ein und ziehen dann los, um uns in einem Restaurant direkt am Meer kulinarisch verwöhnen zu lassen. Frischen Fisch aus dem Ofen zu bestellen ist hier übrigens ein absolut sicherer Tipp. Nach dem Essen ab ins Hotel, schlafen und uns wieder vom Rauschen des Meeres einlullen lassen. Bis morgen!
4

Roses - Sort

Startpunkt Roses
237 km 06:00:00
Ziel Sort
Día 4
Guten Morgen! Heute nennen wir die Etappe mal „Von Gebirge zu Gebirge“. Klingt doch stark, oder? Wir lassen das Mittelmeer hinter uns und steuern unsere Maschinen Richtung Kantabrische Küste. Dabei geht’s wieder am Alto Garrotxa vorbei, den wir umrunden, um in die Sierras von Milany-Santa Magdalena und Puigsacalm-Bellmunt zu gelangen. Schon der Name macht Eindruck, oder? Und das ist erst der Anfang. Wir schlängeln uns weiter durch Kurven, genießen die Fahrt und tauchen mitten ins Herz der spanischen Pyrenäen ein – über die Sierra de Catllarás, die fast nahtlos in den Naturpark Cadí-Moixeró übergeht und dann in die Sierra de Ensija sowie Els Rasos de Peguera mündet. Okay, kurz Luft holen… ich schwör dir, den Tag wirst du als einen der geilsten zum Fahren abspeichern. Nochmal kurz der Hinweis: Diese Abfolge von Pässen, Bergen, Landschaften und Natur pur ist auch Heimat von Vögeln und Vierbeinern, die gerne mal „Hallo“ sagen. Also bitte mit Köpfchen fahren. Ich hab schon Kühe mitten auf der Straße gesehen – mehr muss ich dazu nicht sagen. Das ist so ein typischer Abschnitt, wo man mal zwei, drei Mal anhält, um den Tieren Vorfahrt zu lassen. Also steck dein Handy nicht zu weit weg – hier kannst du bestimmt ein paar richtig coole Fotos schießen. Nach all dem Kurvenspaß und Naturerlebnis kehren wir dann irgendwo unterwegs zum Mittagessen ein. Da kommen dann regionale Käse auf den Tisch, Wurst wie Xolís (’ne Art Salami aus dem Pallars), deftige Eintöpfe wie die Olla Aranesa und zum Nachtisch Coca-Kuchen oder Joghurt aus lokaler Kuh- oder Ziegenmilch. Keine Ahnung, wie’s dir geht, aber mir läuft bei so was immer sofort das Wasser im Mund zusammen! Über Sort zu sprechen heißt, übers Herz der Pyrenäen zu sprechen. Ein Dorf, umgeben von hohen Bergen, durchzogen vom Noguera Pallaresa, dem Zentrum fürs Rafting hier. Und klar, es heißt auch: La Bruixa d’Or, die superbekannte Lottobude, wo früher Jahr für Jahr Tausende aus ganz Spanien anstanden, um ein Weihnachtslos zu kaufen. Früher waren die Schlangen da echt sehenswert. Heute, dank Online-Verkauf, ist’s etwas entspannter. Wenn du auf sowas stehst: auch wenn du’s easy übers Internet kaufen könntest – wir sind ja nun mal hier, also schnapp dir (falls wenig los ist) einfach eins direkt im Laden. Hat doch irgendwie was Besonderes. Neben der Lotterie ist Sort (heißt übrigens wörtlich „Glück“ – daher der ganze Hype) auch ein klassischer Durchgangsort, wenn man von Valencia aus nach Andorra reinfährt. Übrigens startet von Sort auch eine recht unbekannte Route, die über etwas holprige Straßen, Schotterwege, ein paar Flussdurchquerungen und zwei Berge schließlich oben am Skigebiet Pal beim Coll de Cabús rauskommt. Hab ich schon oft mit ’ner Honda Varadero XL1000V (90/10er Reifen) gemacht – null Problem. Meine Frau ist das sogar mit ’ner Honda CB500 auf reinen Straßenreifen gefahren. Mit Vorsicht geht das locker und lohnt sich mega. Das Beste daran? Du fährst so nach Andorra rein, ohne an irgendeinem Grenzposten vorbeizumüssen. „Die lokalen Legenden“ erzählen, das war früher mal ein Schmugglerpfad… keine Ahnung, aber du fühlst dich schon ein bisschen wie ein kleiner Gauner, während du da durch die pure Berglandschaft cruist, Fotos mit wilden Pferden machst und natürlich dein Video vom Flussdurchqueren aufnimmst. Sowas muss man einfach haben. Falls deine Mopedabenteuer dich mal nach Sort führen und du Bock auf Andorra hast – pack das unbedingt auf deine Bucket-List. So, wir kommen an, checken ein, drehen ’ne kleine Runde, trinken ’n Bier… dann hast du bisschen Zeit für dich, um die Gegend aufzusaugen. Und dann geht’s zum Abendessen, wo wir uns mit Hochgebirgsküche verwöhnen lassen: Grillfleisch vom Feinsten, saftige Steaks, katalanische Butifarra, Criollo-Würste… und natürlich auch Fisch, immer schön vom Grill oder aus der Pfanne. Sobald wir vom Tisch aufstehen, geht’s auf die Zimmer zum Ausruhen. Heute essen wir quasi im Hotelrestaurant… oder schlafen wir etwa im Restaurant des Hotels? Hab ich ehrlich gesagt nie so ganz geblickt. Auf jeden Fall wiegt uns heute Nacht die immer frische Bergluft in den Schlaf. Gute Nacht!
5

Sort - Pau

Startpunkt Sort
326 km 06:00:00
Ziel Pau
Día 5
Wir wachen auf mit dem Krähen der Hähne und dem Läuten der Kirchenglocken, mitten in der Natur pur. Nach dem Frühstück heißt’s wieder rauf auf die Bikes, und heute sage ich: „Wir ziehen das gelbe Trikot an“. Heute steht nämlich der erste Grenzübertritt von Spanien nach Frankreich über die Pyrenäen an — so, wie sich’s für eine Route namens „Transpirenaica“ gehört. Wir verlassen Sort und fahren zwischen den Naturparks Alto Pirineo (Achtung, Bärenland!), Aigües Tortes und San Juan de Torán hindurch, um bei Saint-Mamet nach Frankreich reinzurollen. Von dort geht’s direkt weiter zu zwei der legendärsten Pässe der Tour de France, DEM Radrennen der Nachbarn schlechthin: dem Port du Tourmalet und dem Port d’Aubisque. Der Col du Tourmalet ist einer der legendärsten Anstiege der Tour-Geschichte. Er liegt auf 2.115 m in den französischen Pyrenäen und wurde über 85 Mal in der Tour gefahren — damit ist er mit Abstand der am häufigsten befahrene Pass der Geschichte. 1910 führte die allererste Pyrenäenetappe hier entlang, berühmt geworden durch den Schrei des Radfahrers Octave Lapize, der den Organisatoren „Mörder!“ entgegenbrüllte — so hart war der Anstieg auf den damaligen Schotterwegen. Purer Geschichtsstoff einer der härtesten Sportveranstaltungen der Welt. Auf dem Motorrad ist das hier ein Traum: kurvig, serpentinenreich und mit Wahnsinnsausblicken auf Alpwiesen und das Observatorium Pic du Midi, das man von oben sehen kann. Und der Port d’Aubisque? Der liegt auf 1.709 m, ebenfalls in den Pyrenäen, und verbindet Laruns mit Argelès-Gazost. Berühmt ist er für das landschaftlich krasse Stück zwischen Aubisque und Soulor, wo sich eine schmale Straße, der Cirque du Litor, direkt in den Fels schmiegt — mit Abgründen, die einem den Atem rauben. So eine Straße vergisst man nie. Mit der Felswand als „Beifahrer“ zu fahren, gibt dir das Gefühl, direkt mit dem Berg verbunden zu sein. Der Pass war über 70 Mal Teil der Tour und in den 50ern fast ein Synonym dafür. Und hier heb ich wieder den Finger: bitte genieße die Herausforderung und die Landschaft — aber mit Respekt. Es gibt Abschnitte ohne Leitplanken, wo oft Vieh frei herumläuft. Wir fahren nicht im Fahrradspeed, aber auch nicht viel schneller, okay? Mittagessen gibt’s dann auf französischem Boden, wo wir das erste Mal die Pyrenäenküche von dieser Seite der Grenze kosten. Am Nachmittag kommen wir wie gewohnt in Pau an. Glaubst du echt, wir halten hier zufällig? Ehrlich jetzt? Ich geb dir mal zwei, drei Gründe... Kulturell gesehen liegt Pau auf einem natürlichen Balkon über dem Gave-de-Pau-Tal, mit Mega-Ausblick auf die Pyrenäenkette — besonders vom berühmten Boulevard des Pyrénées, einer fast 2 km langen Panoramastraße mit Bänken und Aussichtspunkten, die Napoleon III. anlegen ließ. Man sagt, das sei „der schönste Balkon Europas“. Außerdem wurde hier 1553 König Heinrich IV. geboren, der erste Bourbon, der Frankreich und Spanien regierte. Sein Schloss, das Château de Pau, kann man besichtigen (wir haben wahrscheinlich keine Zeit, aber merk’s dir für später). Dort gibt’s historische Objekte und — laut Legende — die Riesenschildkrötenpanzer-Wiege von Heinrich IV. Ich liebe solche historischen Legenden. Findest du das wenig? Wart’s ab! Pau ist seit 1933 Gastgeber des Grand Prix de Pau, eines der ältesten Stadtrennen der Welt, das auf denselben Straßen gefahren wird, mit engen Kurven, Kuppen und null Auslaufzonen — so ein bisschen wie Monaco. Heute fahren dort Formel 3, Tourenwagen und Klassiker, aber früher jagten hier Legenden wie Juan Manuel Fangio durch die Gassen, für manche der beste F1-Fahrer aller Zeiten. Er wurde fünfmal Weltmeister (1951, 1954, 1955, 1956 und 1957) — ein Rekord, der 46 Jahre hielt, bis Michael Schumacher (wer sonst?) ihn 2003 knackte. Und das mit vier verschiedenen Teams: Alfa Romeo, Maserati, Mercedes-Benz und Ferrari. Einzigartig. Durch diesen Stadtkurs zu fahren oder zu schlendern, der ohne Rennen normal befahrbar ist, hat für uns Motorsportfans schon was Besonderes — dieser leichte Hauch von Auspuffgas und verbranntem Gummi... herrlich. Das Gefährlichste, was wir heute Abend tun werden, ist wahrscheinlich, uns entscheiden zu müssen, was wir essen. Denn hier kommen Sachen wie Foie Gras und Entenconfit auf den Tisch. Pau liegt mitten im Südwesten Frankreichs, DEM Herzstück der Foie-Gras-Region. Da gibt’s Enten- oder Gänseleber als Terrine, frisch gebraten oder mit Feigen und Toast. Entenconfit (in eigenem Fett gegarte Keulen) ist hier ein Klassiker, serviert mit in Entenfett gebratenen Kartoffeln, den „Pommes Sarladaises“. Nicht zu vergessen die Schafskäse der Pyrenäen (Ossau-Iraty), ein mild-buttriger DOP-Käse, oder das Pyrenäen-Lamm (Agneau des Pyrénées), das oben auf den Weiden grast und dadurch so zart schmeckt. Wird hier oft im Ofen mit Kräutern oder als Eintopf (Navarin d’agneau) gemacht. Einfach genial. Dazu Jurançon-Wein und zum Abschluss lokale Desserts wie die Tourte des Pyrénées, ein hoher, fluffiger Kuchen mit Rum oder Vanille, oder der Pastís Gascon / Croustade, ein hauchdünner Blätterteigkuchen mit Armagnac-Äpfeln. Hab dir ja gesagt: Essen aussuchen in Pau wird zur Hochrisikosportart! Danach gehen wir ins Bett, der Körper wird’s uns danken. Heute wiegen uns die alten Echos röhrender Motoren in den Schlaf. Gute Nacht!
6

Pau - San Juan de Luz

Startpunkt San Juan de Luz
270 km 05:00:00
Ziel Lourdes
Día 6
Nach einem gemütlichen Frühstück — heute steht ja keine superlange Etappe an. Ich schau immer, dass wir uns nicht zu Tode fahren, was die Tageskilometer angeht. Am Ende soll’s doch Spaß machen und nicht so laufen, dass wir nach zwei Tagen schon völlig im Eimer sind… du weißt genau, was ich meine. Also: wir frühstücken in Ruhe und machen uns dann auf den Weg zum entferntesten Punkt unserer Tour, der gleichzeitig auch der Start unserer Rückfahrt ist: Saint-Jean-de-Luz. Erzähl ich dir später noch mehr drüber. Aber lass dich nicht täuschen: Auch wenn ich heute nicht ewig Kilometer draufpacke — die paar, die wir fahren, die genießen wir dafür umso mehr! Und Teil von diesem „Genießen“ ist, ein bisschen mit der Grenze zwischen Frankreich und Spanien zu spielen: erst über Arette La Pierre Saint-Martin zurück nach Spanien, dann direkt nach Roncesvalles — und anschließend wieder rüber nach Frankreich, wo wir bis zum Etappenende bleiben. Jetzt aber mal kurz Halt bei den zwei „Highlights“ dieser Etappe aus meiner Sicht. Das erste: der Pass Col de la Pierre Saint-Martin. Ein absolut genialer Motorradpass, der Arette La Pierre Saint-Martin (auf französischer Seite) mit Isaba und dem Roncal-Tal (Navarra, Spanien) verbindet. Einer von diesen Pyrenäenpässen, die jeden Zweiradfahrer komplett verzaubern. Von Frankreich aus fährt man gemütlich hoch, mit weiten, offenen Kurven durch Wälder und Alpwiesen. Oben an der Skistation (1650 m) wird’s dann fast mondähnlich: offene Weiden, weiße Karstformationen und eine Weitsicht, die dich direkt verschluckt. Kurz vor der spanischen Grenze, unter dem Denkmal für die Radfahrer, legen wir natürlich den obligatorischen Fotostopp ein. Ohne Foto hast du den Pass quasi nicht gemacht! Auf spanischer Seite geht’s dann wesentlich enger und verwinkelter runter nach Isaba, mit perfekt geschwungenen Kurven zum richtig technischen Fahren. Dabei wird die Landschaft knallgrün und die Wälder tief — genau das Richtige für das Grinsen, das wir unterm Helm haben. Noch ein Sicherheitshinweis: Der Pass ist ziemlich ausgesetzt, da kann selbst im Sommer Nebel oder starker Wind kommen. Also genießen, aber mit Köpfchen. Unten in Isaba ist’s fast Pflicht, auf ein Tellerchen migas oder Lamm aus dem Ofen einzukehren. Viele Motorradgruppen treffen sich hier für Touren durch die Navarra-Aragón-Pyrenäen, und wir sind ja wohl kaum schlechter, oder? Nach dem Essen geht’s weiter zum nächsten Highlight und wohl bekanntesten Pass Spaniens: Roncesvalles. Kurz bisschen Historie: Im Jahr 778 fand hier die berühmte Schlacht von Roncesvalles statt, wo Karl der Große von den Basken geschlagen wurde. Laut Legende starb dabei sein Neffe Roland, nachdem er in sein „Olifant“ geblasen hatte, um Hilfe zu rufen. Daraus entstand das berühmte Heldenlied „Das Rolandslied“, eines der wichtigsten mittelalterlichen Epen Europas. Keine Sorge, ich wusste auch nicht genau, was ein Olifant ist — hab’s für dich nachgeschaut: Das ist ein großes Horn aus Elfenbein, mit dem man im Mittelalter Signale bei Schlachten oder Jagden gab. Bitte, gern geschehen. Motorradtechnisch ist das hier ein Kultpass — weniger wegen seiner Höhe (1057 m), sondern wegen Geschichte und Streckenführung. Er verbindet Roncesvalles mit Saint-Jean-Pied-de-Port über die N-135 und D933, mit sanften Kurven und grüner Aussicht, die dir vorkommt wie ein Tunnel aus Buchen. Außerdem ist’s der natürliche Übergang von der Atlantikseite der Pyrenäen und der Start vom Jakobsweg. Da hier langzubrettern hat schon fast was Rituelles. Falls du Bock auf ‘ne richtig epische Route hast, die auch ein Stück Jakobsweg mitnimmt, check unbedingt unsere Tour „Desafío España: die Route aller Routen“. Wird dir sicher gefallen. Danach geht’s wieder rüber nach Frankreich, um noch mal das Meer zu erreichen und in Saint-Jean-de-Luz einzutrudeln. Und hier, wie schon gesagt: Der Grund, warum wir hier pennen und nicht in Hondarribia wie so viele andere Touren, ist ganz simpel — für fast die Hälfte vom Preis hast du hier ein genauso gutes Zimmer, direkt am Meer, plus Abendessen. Wenn wir unbedingt nach Hondarribia wollen, machen wir das halt als Abstecher. Aber ich lass mich doch nicht für 20 Kilometer mehr abzocken, oder? So klar gesagt stimmst du mir sicher zu. Also sind wir in Saint-Jean-de-Luz, Check-in erledigt… und was jetzt? Genau, ich seh schon, du hast aufmerksam gelesen: Beine vertreten und die Geschichten dieses Küstenortes aufsaugen, der im 17. und 18. Jh. als Korsarenhafen berühmt (und gefürchtet) war. Damals finanzierten die Reeder hier Schiffe mit Kaperbriefen, die ihnen erlaubten, feindliche Schiffe (meist englische oder niederländische) zu überfallen und auszurauben. Man schätzt, dass in diesen Jahrhunderten über 600 Korsaren von hier ausliefen und der Stadt zu ordentlich Reichtum verhalfen. Viele der schicken Häuser im Zentrum (z.B. in der Rue de la République oder die Maison de l’Infante) wurden mit dem „Geld, das die Korsaren vom Meer brachten“ gebaut. Klingt doch irgendwie poetisch für Schiffe ausrauben, oder? Die Engländer nannten Saint-Jean-de-Luz übrigens „Schlangennest“, weil von hier so viele Schiffe rausfuhren, um ihre im Golf von Biskaya zu kapern. Dabei war das alles völlig legal — vom französischen König abgesegnet. So konnte man den Feind wirtschaftlich schwächen und gleichzeitig die eigenen Händler mächtig bereichern. Wie immer halt: Die Bank gewinnt. Kulinarisch wartet hier ein baskisch-französisches Festmahl auf uns, das rustikale baskische Küche mit feinem französischen Touch kombiniert. Im Hafen gibt’s megafrischen Fisch: Steinbutt, Wolfsbarsch, Tintenfisch, Bonito… und besonders den ttoro, einen typischen Fischer-Eintopf von hier mit verschiedenen Fischen, Meeresfrüchten, Tomaten und Paprika — so was wie die baskische Version der Bouillabaisse. Beim Dessert ganz klar Gold: das Gâteau Basque, gefüllt mit Vanillecreme oder schwarzer Kirschmarmelade, das Dessert schlechthin. Und wenn du das alles in einem der Restaurants direkt am Meer genießt, wo abends der Leuchtturm sein Licht dreht — dann ist das die perfekte Kulisse für einen unvergesslichen Abend auf unserer geführten Motorradtour. Also ab ins Bett, mit dem Klang von Seeschlachten im Kopf… und morgen geht’s weiter. Gute Nacht, Matrose!
7

San Juan de Luz - Lourdes

Startpunkt San Juan de Luz
270 km 05:00:00
Ziel Lourdes
Día 7
Moin, alle raus aus den Federn! Heute geht’s komplett auf der französischen Seite der Pyrenäen entlang, fast genau parallel zur Grenze zu Spanien, aber ohne sie zu überqueren. Wir starten in Saint-Jean-de-Luz und schauen vielleicht noch kurz in Hondarribia rein, wenn uns danach ist, dann fahren wir Richtung Osten, lassen den Atlantik hinter uns und stürzen uns rein in eine Abfolge von Pässen und grünem Hügelland, die unser Motorradherz garantiert höherschlagen lassen. Heute haben wir ein paar Highlights auf der Strecke, zum Beispiel Pässe – hier heißen sie „Cols“ – wie den Col de Sourzay, der an der Grenze zwischen Navarra und Aquitanien liegt, so ungefähr auf 1.020 bis 1.130 Metern. Wir kommen auch an den eigenwilligen Hütten vorbei, die „Les Chalets d’Irati“ heißen, mitten in einem der größten Buchen-Tannen-Wälder Europas: dem Irati-Wald. Heute pennen wir hier zwar nicht, aber ich merk’s mir schon mal für spätere Touren – also immer schön dranbleiben und gucken, was ich noch so alles poste! Der Irati-Wald ist das zweitgrößte und best-erhaltene Buchen-Tannen-Waldgebiet Europas, nur getoppt vom Schwarzwald in Deutschland – auch so ein richtig bekanntes Biker-Mekka. Sollen wir da nicht auch mal ne Tour hinmachen? Alles klar, Hand drauf! Versprochen ist versprochen: Ich bastel uns ne „Schwarzwald mit Toro Biker“-Tour und nehm die Chalets d’Irati gleich mit ins Programm. Geil! Der Irati-Wald zieht sich über rund 17.000 Hektar, verteilt auf Nord-Navarra (Spanien) und das französisch-baskische Soule und Nieder-Navarra. Im Schnitt liegt er so auf 800 bis 1.200 Metern, mit Gipfeln wie dem Orhi, der’s auf 2.017 Meter bringt – das ist der erste Zweitausender seit dem Atlantik, also heute geht’s ordentlich hoch. Egal zu welcher Jahreszeit: frisch wird’s auf jeden Fall. Der Wald besteht vor allem aus Buchen und Tannen, zwischendrin Stechpalmen, Eiben und Birken, und unten wuchern Moose, Flechten und Farne – total märchenhaft. Wenn du schon mal Herr der Ringe gelesen oder geguckt hast: hier könnte locker Frodos Heimat sein. Mehr als 120 Vogelarten leben hier, dazu Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse, Baummarder und der scheue Wildkater. Im Herbst wird der Wald dann zur Klangkulisse, weil das Röhren der Hirsche alles erfüllt. Pilze sind hier übrigens heilig: vom Wiesenchampignon bis Steinpilz und Kaiserling. Viele Autoren nennen Irati den „Klangwald“, weil es hier einfach nie still ist: Blätter fallen, Äste knacken, Eichelhäher rufen, Spechte hämmern, irgendwo säuselt der Wind oder man hört Wasser leise durch Moos plätschern. Daher kommt wohl auch der Spruch der Einheimischen: „Irati ez da sekula isiltzen“ („Irati schweigt nie“). Wie immer werden wir unterwegs was essen und garantiert wieder anhalten für Fotos, die einen Ehrenplatz in unserer Sammlung bekommen. Die Küche hier rund um den Irati ist bodenständig und echt, typisch Bergregion: Lamm, Migas (so ne Art Brotspeise), Pilze, Forellen, Schafskäse und Pacharán – perfekt für ne Mopedtour durch den wohl magischsten Buchenwald Europas. Nach dem Essen und weiter Kurvenräubern kommen wir „verzaubert“ an unserem heutigen Ziel an: Lourdes. Ich bin groß geworden mit dem Spruch: „Wunder gibt’s in Lourdes.“ Ganz egal, woran du glaubst – dieser Ort hat genug Geschichte und Flair, um sich auf jeden Fall einen Stopp zu verdienen. Vor dem 19. Jahrhundert war Lourdes nur ein kleines Dorf rund um seine Burg (das Château fort de Lourdes), mit ner Geschichte voll Mittelalterkriege und Grenzschiebereien. Während des Hundertjährigen Kriegs wechselte der Ort von französisch zu englisch und wieder zurück. Die Burg mit ihren Mauern aus dem 11. und 12. Jahrhundert thront immer noch über dem Städtchen, das mal strategisch wichtig war… bis 1858 ein 14-jähriges Müllersmädchen namens Bernadette Soubirous behauptete, sie hätte in einer Grotte am Fluss Gave (Grotte de Massabielle) 18 Mal die Jungfrau Maria gesehen. Nicht ein- oder zweimal, nein – 18 Mal! Falls das jemandem zu wenig wäre… Die „Frau in Weiß mit blauem Gürtel und Rosen an den Füßen“ sprach angeblich im lokalen Dialekt mit ihr und wollte, dass man dort ne Kapelle baut. Tja, da blieb den Leuten nicht viel anderes übrig. Bei einer der Erscheinungen entdeckte Bernadette auch ne Quelle, die bis heute als wundertätig gilt. Anfangs waren die Behörden mega skeptisch und haben sie hart verhört, aber die Pilger kamen trotzdem immer mehr. 1862 erkannte die Kirche die Erscheinungen offiziell an und baute eine kleine Kapelle. Zack, Lourdes war komplett verwandelt. Ein Wunder halt! Und jetzt pass auf: Ein aktueller Fakt: Heute kommen zwischen 3 und 6 Millionen Pilger pro Jahr hierher, Lourdes ist damit der zweitgrößte katholische Wallfahrtsort der Welt – nach Rom. Siehst du, wir mussten hier einfach stoppen. Außerdem ist Lourdes ein top Ausgangspunkt, um die Pyrenäen-Pässe wie Tourmalet, Aubisque, Soulor (die wir ja schon gefahren sind) zu rocken und dann Richtung Andorra weiterzuziehen, was ja unser Plan ist. Diese Mischung aus Glauben, Devotionalienläden, überall Kerzen, barfuß betenden Pilgern und Touris, die einfach nur die Berge genießen wollen, macht Lourdes echt einmalig. Und wenn wir dann noch abends die Lichterprozession am Heiligtum sehen, mit Tausenden Kerzen und Gläubigen, die das Ave Maria in zig Sprachen singen, das ist schon fast wie im Film. Nach dem Einchecken im Hotel und einer kleinen Dusche laufen wir noch ne Runde, saugen die Stimmung auf und gehen später ins ausgesuchte Restaurant. Dort genießen wir die lokalen Köstlichkeiten: Platten mit Wurst, Bayonne-Schinken, Landpastete, dazu Fromage des Pyrénées (Schafskäse ähnlich wie Ossau-Iraty), ne deftige Garbure-Suppe, dann wieder Confit de Canard, knusprig außen, super saftig innen, oft mit Pommes Sarladaises (Kartoffeln mit Knobi und Petersilie). Nicht vergessen: die Forelle aus dem Gave, Mandelbutter-Style oder mit Kräutern gegrillt. Und klar: Magret de Canard, dicke Entenbrust schön rosa mit Pfeffer- oder Beerensauce. Bei den Desserts gibt’s Gâteau à la broche, den berühmten „Spießkuchen“, oder Pastis, so ein leicht blättriger Kuchen mit Anis oder Rum. Zum Schluss für die Verdauung noch ein Sorbet aus schwarzer Johannisbeere oder Himbeere. Danach rollen wir glücklich ins Bett – heute mit Engelsgesängen als Einschlafmusik. Gute Nacht, bis morgen!
8

Lourdes - Anyós

Startpunkt Lourdes
351 km 06:30:00
Ziel Anyos
Día 8
Guten Morgen, auf geht’s — heute kommt der Teil der geführten Motorradtour, den ich persönlich am meisten liebe. Nach dem Frühstück schwingen wir uns auf die Bikes und steuern Richtung Andorra. Klar, auf den rund 350 Kilometern, die die heutige Route umfasst, nehmen wir natürlich die Straßen mit den meisten Kurven, genießen die schönsten Landschaften und futtern unterwegs wie Könige… mit anderen Worten: eine 100% Toro Biker Tour! Was heute das landschaftliche Highlight ist, schwer zu sagen, weil uns den ganzen Tag grüne Wiesen und weite Flächen am Fuß riesiger Berge begleiten. Aber weil ich dir wie immer ein paar Facts zum Weg geben will: Heute fahren wir durch Bärenland… ja, richtig gelesen, Bären. Der Parc Naturel Régional des Pyrénées Ariégeoises wurde 2009 gegründet, um ein außergewöhnliches Gebiet von fast 2.500 km² im Ariège (Okzitanien) zu schützen. Hier gibt’s mega Biodiversität, über 2.000 Pflanzenarten, Braunbären (einer der letzten Rückzugsorte in den Pyrenäen), Gämsen, Murmeltiere und sogar Wölfe, die laut aktuellen Daten langsam wieder zurückkehren. Also diesmal echt bei jeder Kurve schön aufpassen, nicht dass uns ein Bär begegnet, der selbst Bock auf Mopedfahren hat. Wir kommen an mittelalterlichen und katharischen Dörfern vorbei, die aussehen wie aus nem Märchenbuch — Namen wie Saint-Lizier (mit seiner romanischen Kathedrale) oder Foix mit seiner Burg bleiben uns sicher im Gedächtnis. Diese Route ist für Biker ein kleines Paradies: spektakuläre Bergpässe, ziemlich guter Asphalt und kaum Verkehr. Was will man mehr? Ach ja klar — mega essen! Zu den traditionellen Gerichten der Region gehört Garbure, ein deftiger Eintopf mit Kohl, Kartoffeln, Bohnen, Entenconfit oder Schinken, typisch für die gesamte Pyrenäengegend. Dann gibt’s Cassoulet, hier gemacht mit weißen Bohnen, Toulouse-Würstchen, Entenconfit und Rippe — ein Traum. Oder Civet de sanglier bzw. de cerf, ein langsam in Rotwein, Zwiebeln und Kräutern geschmorter Wildschwein- oder Hirschgulasch, im Herbst ein Klassiker. Klar darf auch die Truite des Pyrénées nicht fehlen, frische Bachforelle, oft mit Knobi oder Mandeln serviert. Ehrlich, du kannst nicht heimfahren, ohne diese Forelle probiert zu haben, völlig egal wo. Ich find die mega lecker. Bei Käse und Wurst reicht die Auswahl vom Bethmale, dem bekanntesten Käse aus dem Ariège — ein halbgereifter Kuhkäse (manchmal auch gemischt mit Ziege oder Schaf), mild, mit Haselnussnoten, ursprünglich aus dem Bethmale-Tal mitten im Park. Wer auch immer auf die Haselnussidee kam — top Einfall. Dann noch Moulis, kräftiger als Bethmale, hergestellt in kleinen Hofkäsereien. Hier schmeckt Käse noch nach Käse und nicht nach Plastik — du weißt genau, was ich meine. Extra-Lob gibt’s für die lokale Wurst: Bergsalami, luftgetrocknete Schinken, gewürzte Salsiccia. Sich ne Platte davon zu bestellen, ist wie ein Stück Himmel auf der Zunge. Zum Schluss was Süßes? Voll das Highlight: Croustade, Blätterteig gefüllt mit Apfel oder Pflaume und nem Schuss Armagnac oder Rum, dann die Miel de montagne, aromatischer Honig mit Blumen- und Heidekrautnoten von kleinen Imkern, oder ein Pastis (Aniskuchen) plus kandierte Früchte. Wenn wir das alles (in Maßen, wir müssen ja noch fahren) mit nem Wein aus dem Pays d’Oc oder nem kleinen lokalen Tropfen runterspülen und mit nem Armagnac abschließen, dann haben wir am Mittagstisch wie Könige abgeliefert. Noch ne Option für heute Mittag: in einer der vielen Auberges an der Straße anhalten. Da gibt’s oft Menüs mit Garbure oder Civet, und es ist nicht selten, dass der Besitzer rauskommt und über den Pass quatscht, den wir grad gefahren sind. Hier wird Motorrad noch respektiert, die sorgen echt dafür, dass wir uns wohlfühlen. Ein echtes Plus dieser Gegend: die Gastfreundschaft. Nach diesem Festmahl geht’s weiter Richtung Andorra, und zwar über die östliche Seite am Pas de la Casa, bis wir in Anyós ankommen. Ich glaub, 1993 war das erste Mal, dass ich in diesem Resort am Hang von Anyós war. Seitdem ist für mich Andorra quasi gleichbedeutend mit hier wohnen. Damals hatte es schon dieses geile „Infinity“-Pool mit Alu-Boden und -Wänden, gebaut damit die Sonne das Wasser bisschen erwärmt, weil’s über Nacht mega abkühlt. Naja, ehrlich: kalt bleibt’s trotzdem, egal wie viel Sonne draufknallt. Dazu gibt’s ne Chillout-Terrasse, ein paar Restaurants, ein komplettes Salzwasser-Spa, Tennisplätze und jetzt neu auch Padelcourts. Ich geb’s zu, ich bin voll der Padelfan. Kurz gesagt: wenn du Caldea in Andorra kennst — hier hast du dasselbe, nur ohne zwei Stunden Schlange stehen fürs Duschen. Privacy ole! In einem der Restaurants dort zu essen ist mega, aber das heben wir uns für morgen auf. Heute gehen wir runter zu meiner absoluten Lieblingsborda in ganz Andorra und den umliegenden Skigebieten. Noch besser: Die haben das Ding vor ein paar Jahren direkt an die Zufahrt zum Resort verlegt, also können wir easy runterlaufen und später zurück. Reisgerichte, Wild, natürlich „Caracoles a la llauna“, gegrilltes Fleisch — alles, wirklich alles, was diese Borda auftischt, liebevoll geführt von den Besitzern, ist einfach Hammer. Die achten krass auf Qualität und Zubereitung. Immer wenn ich dort war (und ich glaub, ich hab schon die ganze Karte durch), hatte ich das Gefühl, dass hier alles mit Liebe gemacht wird — ja, Liebe. Der persönliche, topfreundliche Service, die ruhige Atmosphäre, wie die in der Küche arbeiten… das hat diesen „Geschmack nach Liebe“, der für mich gute von außergewöhnlichen Lokalen trennt. Guck, ihr Sohn ist ungefähr so alt wie meiner, und einmal hab ich meinem Kleinen dort seinen ersten Spielzeug-Drone gekauft. Als wir essen gingen, hatte der Sohn der Besitzer auch einen. Kannst dir vorstellen, wie die zwei im Parkplatz abgegangen sind… bis ein Drone im Gestrüpp verschwand und nicht wieder auftauchte. Die suchen den bestimmt heute noch, weil das Grün dort echt dicht ist. Tja, wieder so ne Biker-Story für den Tisch, du kennst das. Nach dem Essen laufen wir den kleinen Anstieg zurück zum Hotel, und heute Abend können wir’s uns noch in der Chillout-Zone gemütlich machen (wenn’s nicht zu kalt ist), weil morgen Ruhetag ist. So lange quatschen, wie wir wollen — und dann: Gute Nacht!
9

Anyós - Anyós

Startpunkt Anyos
00:00:00
Ziel Anyos
Día 9
Guten Morgen, heute ist Ruhetag. Genau — weil das Resort, in dem wir wohnen, uns die Möglichkeit gibt, den ganzen Tag zu relaxen, gönnen wir uns heute einen echten Pausentag. Falls du aber keine Lust hast, nach Stunden im SPA so verschrumpelt auszusehen wie eine alte Rosine, hab ich ein paar Vorschläge für dich. Also eigentlich das, was ich selbst vorhabe. Und wenn dir der Plan gefällt, machen wir das doch einfach zusammen. Heute gibt’s keinen Wecker und null Stress, wobei ich ehrlich gesagt kaum länger als bis 8:30 oder 9:00 schlafen werde. Dann ganz gemütlich frühstücken im Hotel und so gegen 10:00 runter nach Andorra fahren, Hauptstraße entlang schlendern, ein paar Läden anschauen und vielleicht das eine oder andere Teil shoppen. Was Shopping in Andorra angeht: Früher (ist schon ewig her), als wir am Wochenende oft von Valencia raufgefahren sind — das haben viele Valencianos gemacht — war’s fast Sünde, ohne einen Käselaib, Milch, ne Flasche Whiskey, Rum oder Wodka und natürlich Parfüm, Schuhe oder Levi’s 501 nach Hause zurückzukommen. Und oft hat man gleich für die halbe Freundesclique mit eingekauft, weil es sich preislich mega gelohnt hat im „Land der Pyrenäen“. Klar, das hat sich inzwischen stark geändert. Nur für Zucker und Milch fährt heute keiner mehr extra hoch, aber die Steuern auf Produkte sind in Andorra immer noch niedriger als im restlichen Europa. Wenn du also sowieso da bist — zum Skifahren, Urlauben oder Chillen — lohnt es sich definitiv. Ob’s verglichen mit den Preisen in deinem Land auch Sinn macht, musst du halt selbst checken. Und nicht vergessen: Du bist mit’m Bike unterwegs. Klar, so’n neuer Fernseher ist hier vielleicht spottbillig, aber in den Topcase passt der kaum rein. Noch ein Tipp: Wenn du was kaufst, sag dem Verkäufer gleich, aus welchem Land du kommst. Vielleicht kannst du dann noch die Steuer sparen und es wird noch günstiger. Übrigens ist es seit einiger Zeit total üblich geworden, bei den Preisen zu feilschen (früher nicht). Also immer nach Rabatt fragen, und wenn du mit dem Endpreis happy bist, erst dann das Thema mit den Steuern ansprechen — vielleicht wird’s dann noch mal billiger. Rechnung gut aufheben, die wollen die am Flughafen oft sehen. Noch zwei Sachen: Falls du mit deinem eigenen Bike da bist: Fahr die Reifen ruhig runter und lass sie hier wechseln. Es gibt zig Läden, die haben alles da und montieren gleich — schnell und günstig. Gilt auch für alles an Zubehör, Klamotten oder Gadgets fürs Motorrad. Die Jacke, die du schon immer geil fandst, der Helm, der dir winkt, Handschuhe, Hosen, Stiefel... Mein Tipp: Check vorher die Preise in deinem Land und vergleich dann hier. Und sei dir klar, WAS du vergleichen willst. Wenn du nur mal „gucken“ gehst, wirst du von der Auswahl erschlagen — kenn ich nur zu gut. An die Raucher: In den Supermärkten, wo die Zigaretten oft stapelweise am Eingang liegen, gibt’s meist zwei Preise bei den bekannten Marken. Der teurere ist das Originalimportzeug — musst halt schauen, ob das immer noch billiger ist als bei dir daheim. Der günstigere ist das, was man „Andorratabak“ nennt: zwar auch importiert, aber mit billigeren Sorten gemischt, damit’s preislich besser aussieht. Entscheidung liegt bei dir, jetzt weißt du Bescheid. Ein Klassiker in Andorra sind auch immer Parfüm & Co. — weil hier halt keine Mehrwertsteuer anfällt wie in Spanien oder generell Europa, lohnt sich’s eigentlich immer. Nach der kleinen „Kreditkarte-Workout-Session“ wollen wir gegen Mittag zurück ins Hotel, kurz abkühlen (Badesachen nicht vergessen!), was essen und dann vielleicht n Powernap — das, was wir Spanier „Siesta“ nennen, sollte eigentlich Weltkulturerbe sein — bevor’s am Nachmittag noch mal richtig ins private SPA geht. Da lassen wir uns dann ordentlich verwöhnen: Pool mit Massagedüsen, Sprudelbetten, noch mehr Düsen (die im Nacken sind für uns Biker Gold wert), zig Whirlpools, Sauna, Warm-/Kalt-Duschen... einfach alles, um das „Dolce far niente“ in Perfektion zu feiern, wie die Italiener sagen. Falls du ne Badekappe hast, pack die gleich mit ein — die, die sie an der SPA-Rezeption verkaufen, sind entweder hässlich oder teuer. Für die ganz Genüsslichen gibt’s auch ein riesiges Angebot an Massagen und Beautykram. Also wirklich was für jeden dabei. Ach, und wer’s sportlicher mag: Es gibt Padel-, Tennis- und Squashplätze und sogar ein paar Tischtennisplatten. Ich fordere dich raus — machen wir n kleines Ping-Pong-Turnier und lachen uns schlapp? Schön entspannt und mit diesem Flow, den nur so ne fette SPA-Session hinterlässt, gehen wir dann abends im Resort essen — entweder im Sport-Restaurant oder im etwas schickeren, je nachdem worauf wir Bock haben. Danach ab ins Bett, immer noch total gechillt. Heute wiegen uns die Spa-Vibes sanft rüber ins Traumland. Gute Nacht! P.S.: Denk dran, alles was ich für heute beschrieben hab, sind nur Vorschläge. Der Tag ist komplett frei und jeder macht, worauf er Bock hat. Wenn du natürlich Tipps für ne coole Moped-Route in der Nähe oder nen bestimmten Laden willst, sag Bescheid – ich erzähl dir gern mehr.
10

Anyós - Peñíscola

Startpunkt Anyos
397 km 08:00:00
Ziel Morella
Día 10
Guten Morgen! Und wieder volle Energie, denn heute geht’s zurück auf die Straße — und weil wir gut ausgeruht sind, ziehen wir die Tour ein bisschen länger und kommen locker an die 400 km ran. Wir verlassen Andorra auf ruhigen Nebenstraßen, die an beeindruckenden Seen vorbeiführen, durch richtig geile Natur-Canyons schlängeln und sich dann langsam in niedrige Wälder verwandeln, bis schließlich weite, offene Felder auftauchen, so weit das Auge reicht. Wenn ich der heutigen Route ein Etikett geben müsste, dann wär’s „purer Fahrspaß“. Klar, bisschen Verkehr ist da — lässt sich nicht vermeiden, vor allem bis wir genug Kilometer zwischen uns und Andorra gebracht haben. Aber dann kommt der Teil, wo die Gruppenfahrt fast wie ein Tanz aus Bikes und Kurven wird. Na, tanzt du mit? Mittags halten wir in einem der vielen Restaurants direkt an der Straße, die wir in jedem Dorf finden. Klar hab ich meinen Favoriten, aber oft lass ich’s einfach vom Timing abhängen, wo wir landen — und wo auch immer ich bisher eingekehrt bin, war’s top. Überall gibt’s Menüs mit zwei, drei Optionen für Vorspeise und Hauptgang, und die katalanische Küche hier ist so lecker, da machen wir nix falsch, egal wo wir essen. Wurstplatten, Salate, Fleisch und Fisch (okay, letzteres ist vielleicht am gewagtesten in solchen Läden), und natürlich meine geliebten Schnecken. Das gibt’s überall, plus die Spezialitäten des Hauses, wenn du à la carte willst. Also: heute wird genossen, je nach Tempo reservier ich spontan. Läuft. Nach dem Essen geht’s weiter Richtung Süden durch die Sierras de Cardó-El Boix. Was dachtest du — heute keine Kurven zum Spielen? Ha! Das ist ein wilder, fast ungezähmter Gebirgszug im Süden der Provinz Tarragona, mit tiefen Schluchten und dichter Mittelmeer-Vegetation. Schau dir unbedingt die vielen Eremitagen an, teils direkt in den Fels gehauen oder spektakulär an Klippen gebaut. Mega Anblick! Die Gegend bietet enge, kurvige Straßen mit kaum Verkehr, perfekt zum entspannten Cruisen in absolut genialer Natur. Von den Gipfeln kannst du bis ins Ebro-Delta und an klaren Tagen sogar bis ans Mittelmeer schauen. Und klar machen wir Foto-Stops, so viele du willst — kein Stress! Unser heutiges Hotel wartet in Morella auf uns, was eigentlich mehr als nur ein Dorf ist — das ist wie eine Reise zurück ins Mittelalter. Eine historische, komplett ummauerte Stadt im Norden der Provinz Castellón. Ihr Anblick mit den Stadtmauern (über 2 km lang) und der Burg oben auf 1.070 m ist absolut unverwechselbar. Neben dem alten Gemäuer mit Kopfsteinpflaster, gotischen Kirchen und Stadttoren liegt Morella inmitten bergiger Landschaft, voller Steineichen und schroffer Felsen, im Winter oft schneebedeckt. Berühmt ist die Stadt für schwarze Trüffel, Lamm (vor allem das „Cordero al horno Morellano“) und handgemachte Käse. Also erst mal im Hotel abladen und frisch machen, dann wie immer ne Runde durch den Ort drehen und ab zum Abendessen ins ausgewählte Restaurant. Heute ist der Star auf dem Tisch das „Cordero al horno Morellano“, ein traditionelles Festtagsgericht aus der Region Els Ports mit zartem Milchlamm von lokalen Weiden, das dadurch einen ganz feinen Geschmack hat. Das Geheimnis liegt im langsamen Garen im Holzofen, oft mit Kartoffeln, Knoblauch, Rosmarin, Thymian und ordentlich Olivenöl. So bleibt das Fleisch innen saftig und kriegt außen ne goldbraune, knusprige Kruste. Typisch für Sonntage oder Feste, meistens mit frischen Salaten und nem lokalen Rotwein. Fragen dazu? Höchstens welcher Wein dazu passt — mehr nicht. Falls du kein Lamm magst: es gibt haufenweise andere Leckereien, z. B. die Fideuà morellana, eine Berg-Variante der Fideuà, hier mit Fleisch (meist Huhn oder Kaninchen) und Pilzen statt Meeresfrüchten, oder eines der vielen Pilzgerichte mit Trüffel, besonders im Winter. Dann stehen einfache, aber göttliche Sachen wie Trüffel-Eier, Pilz-Carpaccio oder Rührei mit Trüffel auf der Karte. Genauso wie auf der Tour — und am Tisch sowieso: hier bleibt keiner zurück. Irgendwie sind wir da schon wie die Navy Seals, haha! Danach essen wir entspannt und schlafen dann wieder ein, während das Mittelmeer leise im Hintergrund flüstert. Gute Nacht!
11

Peñiscola - Valencia

Startpunkt Morella
252 km 04:30:00
Ziel Valencia
Día 11
Guten Morgen! Nach dem Frühstück und dem Fertigmachen der Motorräder starten wir in diesen letzten Abschnitt, der zwar nicht sehr lang sein wird, aber auf jeden Fall sehr viel Spaß macht. Wir kehren zurück in valencianische Gefilde, um eine Strecke voller Kurven und rein mediterraner Landschaften zu geniessen. Besonders hervorzuheben ist heute die Fahrt durch den Naturpark Sierra Calderona, ein Gebirgszug zwischen den Provinzen Valencia und Castellón, der als Vorbote des Iberischen Systems gilt und als „kleine Schwester“ der Sierra de Espadán bekannt ist (diese haben wir auf anderen Routen genossen, schau gerne auf der Webseite vorbei), aber mit eigenem Charakter. Der höchste Punkt ist der Garbí, bekannt bei jedem lokalen Biker, der stolz darauf ist, ihn so zu nennen, wegen seines Aussichtspunktes mit spektakulärem Blick auf den Golf von Valencia, das Mittelmeer und bei klaren Tagen sogar bis zu den Columbretes-Inseln. Wenn wir Zeit haben, machen wir einen kleinen Umweg dorthin – ich glaube, wir werden genügend Zeit haben. Aber bevor wir den Garbí erreichen, fahren wir wie gesagt durch die Sierra Calderona, ein kleines Kurvenparadies, das an Wochenenden von Motorradfahrern wegen seines Asphalts, der offenen Landschaften und der kurvigen, aber sicheren Strecken regelrecht überflutet wird. Die einfache Erreichbarkeit von Valencia macht es zu einem verlockenden Ziel, dem man schwer widerstehen kann. Achtung vor Gruppen von Radfahrern, die auf diesen Strecken ebenfalls sehr zahlreich sind. Ob wir wollen oder nicht, wir teilen viele Routen mit ihnen, und der Geschwindigkeitsunterschied macht Begegnungen zwischen Motorradfahrern und Radfahrern potenziell gefährlich. Respekt und Vorsicht auf beiden Seiten – mehr braucht es nicht. Erinnerst du dich daran, dass San Juan de Luz ein Korsarendorf war? Nun, die Sierra Calderona war im 18. und 19. Jahrhundert ein Versteck für Banditen, die das zerklüftete Gelände nutzten, um sich zu verstecken. In diesen Jahrhunderten war die Calderona ein unverzichtbarer Durchgang zwischen dem bergigen Inneren von Teruel und dem fruchtbaren valencianischen Obstgarten. Das bedeutete Postkutschen, Fuhrleute und Händler, die Waren transportierten, oft ohne Eskorte und damit leichte Beute für Banditengruppen. Es heißt, dass einige dieser Gruppen im 19. Jahrhundert so gut organisiert waren, dass sie Informanten in nahegelegenen Ortschaften wie Náquera, Olocau und Serra hatten, die sie vor Kutschen mit Geld oder Schmuck warnten. Nach dem Überfall zogen sie sich tief in die Berge zurück, die sie bis ins kleinste Detail kannten, was eine Ergreifung fast unmöglich machte. Es gibt Legenden von Höhlen und geheimen Verstecken, in denen sie die Beute aufbewahrten oder sich tagelang versteckten. Volksgeschichten erzählen von Banditen, die für ihre Schlauheit berühmt waren und es mehr als einmal schafften, die Guardia Civil der damaligen Zeit auszutricksen, indem sie auf den Pfaden der Calderona verschwanden. Siehst du, es ist alles eine Frage der Cleverness! Ich habe dir das alles erzählt, damit du weißt, dass die Straßen, auf denen wir heute mit den Motorrädern durch diese Berge fahren, nichts anderes sind als die alten Routen, auf denen diese Banditen ihr Unwesen trieben. Findest du nicht auch, dass das Wissen um solche Geschichten deine Wahrnehmung der Orte, die du durchquerst, verändert? Ich denke schon. Unser Ziel zum Mittagessen ist El Palmar, und achte auf die Lage und Geschichte dieses Dorfes, denn es hat seine eigenen Besonderheiten. El Palmar ist ein Ortsteil der Gemeinde Valencia, der mitten im Naturpark Albufera liegt, etwa 20 km vom Stadtzentrum entfernt. Es ist ein kleines Dorf, umgeben von Reisfeldern und Kanälen, die in den großen See münden, mit kaum 800 Einwohnern, wobei die Zahl im Sommer und an Wochenenden durch gastronomischen Tourismus stark ansteigt. Reisspezialitäten allgemein und Paella im Besonderen ziehen jedes Wochenende Tausende von „Fans“ an – ich kann das bestätigen. Ursprünglich war es ein Zentrum aus Hütten und Baracken von Fischern und Reisbäuerinnen. Heute bewahrt es noch einen authentischen Charme, mit engen Gassen und niedrigen Häusern, oft geschmückt mit Schilf, Netzen und Fischereigeräten. Ein perfektes Schaufenster für Besucher. Das Leben in El Palmar drehte sich immer um Fischfang und Reisanbau, und über Jahrhunderte widmeten sich die Männer dem Fischen mit Booten auf der Albufera, wobei sie Aale, Wolfsbarsche, Meeräschen oder Samarucs fingen, während die Frauen meist im Haushalt, auf den Reisfeldern oder bei ergänzenden Arbeiten wie dem Netzflicken arbeiteten. Aber es gab eine sehr kuriose Tradition – ich habe dir ja gesagt, dass dieses Dorf seine „Eigenheiten“ hat: Frauen war es verboten, zum Fischen hinauszufahren, und zwar nicht aufgrund schriftlicher Gesetze, sondern wegen tief verwurzelter Glaubenssätze und Aberglauben. Fischer-Kram, eben... Es hieß, die Anwesenheit von Frauen auf den Fischerbooten bringe Unglück, „verjage die Fische“ oder „rühre das Wasser auf“. Deshalb halfen sie zwar viel an Land, betraten aber selten die für den Fischfang bestimmten Boote (albuferencs). Was machten die Fischer den ganzen Tag auf den Booten, dass sie keine Frauen an Bord haben wollten? Geheimnis. Soweit ich weiß, hat sich kein Fischer aus El Palmar dazu geäußert. :-P Ich kenne diese Geschichte als das, was wir hier „Altherrengeschichten“ nennen, aber mit der Modernisierung, gesellschaftlichen Veränderungen und dem großen Einsatz von Frauen, die fischen wollten, begannen einige Frauen, voll an der Tätigkeit teilzunehmen. Verpass das nicht: Frauen fingen an, ab den 60er und 70er Jahren gelegentlich zum Fischen hinauszufahren, aber die Normalisierung kam vor allem ab den 80er und 90er Jahren. Vielleicht sind das „Altherrengeschichten“, aber nicht so alt, oder!? Nach dieser Kuriosität oder dieser Ode an den Triumph der Gleichberechtigung erzähle ich dir, dass eine weitere Triebfeder des Dorfes zweifellos der Reis ist. Die überschwemmten Felder rund um das Dorf bilden mit den Jahreszeiten eine wechselnde Landschaft. Der Reisdurchlauf ist ein Spektakel: Von der Aussaat im Mai-Juni, über das Wachstum eines grünen Meeres im Sommer, bis zur Ernte im September-Oktober, wenn alles golden wird. Hier habe ich eine Überraschung für dich, aber ich verrate sie nicht, sonst wäre es ja keine Überraschung... ;-) Dieser Reis ist die Basis der authentischen valencianischen Paella, des "arroz del Señoret" (*) und vieler cremiger und sämiger Reisgerichte, die man in den zahlreichen Restaurants des Dorfes genießen kann. Der gesunde Wettbewerb unter den Restaurants, spektakuläre Reisgerichte auf der Karte anzubieten, ist das Beste, was Liebhabern dieser kulinarischen Köstlichkeit passieren kann. Manche scheinen wirklich von einem anderen Planeten zu stammen. (*) Ich lade dich ein, die „Legende“ nachzuschlagen, die den Namen dieses arroz del Señoret mit dem berühmten Schriftsteller Vicente Blasco Ibáñez verbindet – ich würde sie erzählen, aber dann würde der Text heute zu lang werden. Es ist unmöglich, über El Palmar zu sprechen, ohne dem Ehrenplatz zu geben, den Vicente Blasco Ibáñez verdient, dessen Werk Cañas y Barro, geschrieben 1902, genau hier, in El Palmar, spielt. Das Buch (zu 100% empfohlen zu lesen) zeichnet das harte Leben, die Leidenschaften, das Elend und den Stolz der Fischer und Bauern am See realistisch nach. Figuren wie Tío Paloma, Tonet, Neleta oder Sangonereta sind bereits Teil der valencianischen Folklore. So sehr, dass es einen valencianischen Spitznamen für Menschen gibt, die zu viel essen, „Sangoneras“ genannt, nach einer Figur aus dem Buch, die mitten auf der Albufera in einem Boot an einer Essensschlacht stirbt. El Palmar liegt im Herzen eines einzigartigen Ökosystems: der Albufera. Es ist Durchzugsort für tausende Zugvögel und ein Paradies für Vogelbeobachter. Früher konnte man im Fass jagend auf der Albufera unterwegs sein, aber das ist seit vielen Jahren vorbei. Es ist üblich, traditionelle Boote mit lateinischen Segeln auf dem See segeln zu sehen, ein fast in der Zeit eingefrorenes Schauspiel zum Vergnügen der verschiedensten Touristen. Obwohl bis vor einigen Jahrzehnten noch viele Familien in Baracken lebten, sind heute nur noch wenige authentische erhalten und sie wurden zu Kulturdenkmalen erklärt. Zum Abschluss dieses kleinen Monographen über El Palmar hinterlasse ich dir ein altes lokales Sprichwort: „In El Palmar gibt es drei Dinge: Mücken, Fischer und Lügen.“ Das bezieht sich auf den scherzhaften und übertriebenen Charakter der Erzählungen der lokalen Fischer. Erinner mich daran, dir einen Fischerwitz aus El Palmar zu erzählen – du wirst lachen. Also, hier bestellen wir zum Mittagessen eine valencianische Paella und ein arroz del señoret, so dass die, die Fleisch wollen, Fleisch bekommen, und die, die Fisch wollen, Fisch. Natürlich darf auf dem Tisch ein guter Salat mit Tomaten aus El Perelló nicht fehlen (eine weitere so einfache wie spektakuläre Delikatesse – manche Leute, denen ich sie vor über 10 Jahren probieren ließ, fragen mich immer noch danach, kein Scherz) und eine gute Sangría zum Runterspülen. Der Rest wird Lachen und Biker-Geschichten sein, erzählt mit der Freude, eine Route absolviert zu haben, die noch viele Jahre in unserer Erinnerung bleiben wird. Nach dem Essen fahren wir entlang der Albufera zurück (und wenn wir Zeit haben, sind wir mit dem Boot gefahren) und machen Fotos von der typischsten Ansicht Valencias vom Steg an der Straße von El Saler. Im Hotel können wir uns frisch machen, und wir bringen die Koffer, die wir am ersten Tag eingelagert haben, damit ihr in Ruhe am Abend oder früh morgens für die Rückfahrt packen könnt. Wir könnten in der Nähe des Hotels zu Abend essen und einen ruhigeren Abend machen, aber... wer will schon nach der Aufregung einer solchen Erfahrung ruhen? Ich nicht. Also... wie wäre es, die letzte Nacht mit einem Knaller zu beenden? Ja, oder? Gut, du hast mich überzeugt! Haha Wir gehen in ein Restaurant mit Live-Flamenco-Show essen. Wie klingt das für dich? Ist es nicht der perfekte Abschluss einer geführten Tour, wenn man sie mit Applaus, Gesang und Flamenco-Tanz ausklingen lässt? Na dann, keine weiteren Worte – gesagt, getan. Das Menü umfasst einen andalusischen Rebujito als Aperitif, eine Auswahl an Broten mit Tomatensauce und Oliventapenade, eine Platte mit Iberischem Schinken und Käse, einen grünen Blattsalat mit valencianischer Orange, Ziegenkäse, gebratener Zwiebel, Kirschtomaten, Zitrus- und Pedro Ximénez-Vinaigrette, konfierte Kabeljau-Loins mit Gemüseragout, Ochsenbäckchen in Rotwein auf cremigen Kartoffeln, Apfel-Tatin mit Vanilleeis und Pekannüssen sowie ein Glas Cava zum Abschluss. Ich weiß nicht, ob wir das alles schaffen, aber dieses Menü ist es wert, allein schon wegen seiner Inhalte und weil es Zugang zu einem bevorzugten Tisch direkt neben der Bühne bietet. Wenn jemand mit Bulerías loslegt, hat er den perfekten Platz dafür. Und als ob das nicht genug wäre, gehen am Ende die Mutigsten von uns noch auf einen Drink in die Bars rund um das Restaurant, das in einer der interessantesten Ausgehviertel der Stadt liegt. Wir sind in Valencia, und hier hört die Party nie auf! Wann auch immer wir fertig sind, direkt ins Hotel zum Ausruhen, und morgen geht’s weiter. Gute Nacht, olé!
12

Valencia - Abfahrtsort

Startpunkt Valencia
50 km 00:00:00
Ziel Valencia
Día 12
Guten Morgen! Aufstehen, komm schon, steh auf, sei nicht faul – heute steht der Teil an, der mir bei diesen Reisen immer am schwersten fällt: der Abschied. Wir wachen im Hotel auf, jeder mit seinem eigenen Kater, falls er einen hat, und nach dem Packen für die Rückreise und dem Frühstück gehen diejenigen, die Motorräder gemietet haben, sie zurückgeben. Falls das nicht auf dich zutrifft, kannst du noch ein bisschen länger bei uns bleiben oder dich mit unserem Segen, einer herzlichen Umarmung und einem bikermäßigen Abschiedsgruß, der immer gleich endet, auf den Heimweg machen: Fahr sicher. Nachdem wir die Motorräder abgegeben haben, bringen wir euch jeweils zu dem Ort, von dem ihr eure Heimreise antreten müsst – sei es der Flughafen, der Hafen, der Bahnhof oder die Mietwagen-Übergabestelle. Wir sorgen dafür, dass ihr genügend Zeit habt, damit ihr euren Transport nicht verpasst. So, nun sind wir am Ende der Reise angekommen – oder, wie ich lieber sage, am Anfang der Erinnerungen, des Lächelns, wenn du diese Landschaft vor Augen hast, der funkelnden Augen, wenn die Geschichten, die am Tisch erzählt wurden, in deinem Kopf nachhallen, und einer Freundschaft, die nur wir Motorradliebhaber wirklich verstehen können. Man kann tausend Dinge zusammen mit tausenden Menschen machen und trotzdem bleiben sie Fremde für einen, aber bei einer Route wie dieser wirst du niemals ohne Freundschaften gehen, die ein Leben lang halten. Zweifel nicht daran, dass genau das einer der wichtigsten Gründe ist, warum Toro Biker geführte Motorradtouren auf maximal 10 Motorräder begrenzt. Bis zur nächsten Tour, Freunde. Fahrt immer sicher!

Touraktivitäten

Briefing mit dem Tourguide Inbegriffen

Gemeinsame Besprechung der Regeln, die von allen Teilnehmern während der gesamten Tour beachtet werden müssen. Allgemeine Erklärung der Tour und ihrer Hauptmerkmale.

Motorradtour Inbegriffen

Geführte Motorradtour

Stadtrundfahrt Inbegriffen

Unsere Stadtrundfahrt ermöglicht es Ihnen, berühmte Sehenswürdigkeiten, historische Monumente und kulturelle Orte bequem mit einem ortskundigen Guide zu entdecken. Ideal, um das Herz jeder Stadt schnell kennenzulernen und Ihre Reise mit spannenden Geschichten und fachkundigen Einblicken zu bereichern.

Zuweisung der Motorräder Inbegriffen

Abholung der den Teilnehmern der Tour zugewiesenen Motorräder.

Abendessen in einem charmanten Restaurant

Valencia Spanien

Abendessen in einem Stadtrestaurant, das aufgrund seines Charmes, seiner Lage, Dekoration oder kulinarischen Angebots ausgewählt wurde.

Anyós Spa

Anyos Andorra

Das Spa & Wellness im Anyós Park umfasst ein beheiztes Hallenbad, Sauna, türkisches Bad (Hammam), Jacuzzi sowie Whirlpool‑Jets und Wasserfälle. Außerdem gibt es Schönheitskabinen mit Behandlungen, Massagen und Friseursalon. Im Sommer kann man zusätzlich den Außenpool Aqualounge mit Chill‑out‑Terrasse nutzen .

Bootsfahrt durch die Albufera

Valencia Spanien

Bootsfahrt auf dem Albufera-See in Valencia in typischen „Albuferencas“-Booten, die auf traditionelle handwerkliche Weise gefertigt wurden. Wir fahren bis zu vier Seemeilen (ca. 7 Kilometer) über die offenen Gewässer der Albufera, bekannt als El Lluent, und genießen den Blick auf die Weite des Sees und seine Kanäle, einschließlich der berühmten Sequiota, einem der wichtigsten Angelgebiete für Aale und Wolfsbarsche, die vom Meer her einwandern. Während der Fahrt können verschiedene Wasservogelarten beobachtet werden, die sich je nach Jahreszeit in der Albufera aufhalten. Enten, Möwen, Reiher, Kormorane, Seeschwalben und Rohrweihen – eine vielfältige Darstellung der reichen Vogelwelt dieses Feuchtgebiets. Vom Boot aus sieht man die Angelstellen, Les Calaes, die im Winter eingerichtet werden, sowie die alten Hütten, typische Behausungen von El Palmar, darunter auch die Hütte, in der die Serie „Cañas y barro“ gedreht wurde, basierend auf dem Roman des valencianischen Schriftstellers Vicente Blasco Ibáñez. Die gesamte Fahrt wird von den Bootsmännern selbst ausführlich erklärt, die die Neugier der Mitreisenden auf ihre eigene, charmante Weise beantworten. Diese Aktivität ist Teil der Motorradroute durch Valencia.

Flamenco-Show

Valencia Spanien

Das „Tablao“-Abendessen bietet eine unvergessliche Flamenco-Show in einem Ort mit reichhaltigem künstlerischem und kulturellem Erbe. Von der UNESCO anerkannt, berührt Flamenco weltweit die Seelen. Genieße eine authentische Aufführung mit exquisiter mediterraner Küche in einem intimen Ambiente – ein einzigartiges Erlebnis, das Flamencos tiefste Traditionen ehrt.

Shopping-Trip in Andorra

Anyos Andorra

Wir bummeln die Hauptstraße von Andorra entlang, schauen in die Läden, vergleichen Preise und lassen dann doch die Kreditkarte glühen. Klassiker für uns Biker: neue Reifen, Helme oder die Jacke, die schon so lange ruft — aber auch Parfüm, Klamotten oder Technik. Und nicht vergessen: Feilschen lohnt sich hier fast immer!

Spaziergang durch Morella

Morella Spanien

Ein Bummel durch Morella führt dich über Kopfsteinpflaster, vorbei an alten Häusern und kleinen Handwerksläden. Von den Stadtmauern aus hast du fantastische Ausblicke, und über allem thront die Burg – hier spürt man Geschichte an jeder Ecke.

Valencia-Ikonen-Tour

Valencia Spanien

Panoramatour zu den wichtigsten Denkmälern und den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt Valencia

Valencianische Paella

Valencia Spanien

Ein weltberühmtes Reisgericht aus Valencia (Spanien), gekocht in einer breiten Pfanne (Paellera). Authentische Zutaten: Bomba-Reis, Safran, Hähnchen, Kaninchen, grüne Bohnen ("Ferraura"), weiße Riesenbohnen ("Garrofón") und manchmal Schnecken. Gegart in kräftiger Hühner-Gemüsebrühe über Holzfeuer (oft Orangenbaumholz). Entscheidend ist die Konsistenz: trockene, lockere Körner mit knusprigem Boden (Socarrat). Seit 2022 EU-geschützte geografische Angabe (g.g.A.). Ein kulinarisches Symbol für Gemeinschaft und Feste.

Tour-Galerie

Imagen del tour Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour
Imagen del tour Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour
Imagen del tour Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour
Imagen del tour Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour
Imagen del tour Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour
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Imagen del tour Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour
Imagen del tour Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour
Imagen del tour Die Transpyrenäen-Route von Toro Biker – 12 Tage geführte Motorradtour

In der Tour enthalten

Flughafen-/Hoteltransfer

Frühstück

Toro-Biker-Handbuch

Toro Biker Geschenkset

Unterkunft

Nicht in der Tour enthalten

Aktivitäten und Erlebnisse

Mittagessen

Motorrad

Nicht speziell

Alles, was nicht ausdrücklich im enthaltenen Service angegeben ist

Persönliche Ausgaben

Trinkgelder

Abendessen

Vormittagsimbiss

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